Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsabschlüsse – Aktuelle Zahlen für das Jahr 2016

Das Statistische Bundesamt hat heute die aktuellen Zahlen zur Anerkennung der im Ausland erworbenen beruflicher Qualifikationen nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz des Bundes veröffentlicht. Die zuständigen Stellen bearbeiteten im vergangenen Jahr insgesamt 27.270 Anerkennungsverfahren, darunter 23.028 Neuanträge. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent. 2016 wurden 66,3 Prozent der Anträge als vollständig, 30,3 Prozent als eingeschränkt gleichwertig und nur 3,4 Prozent als negativ beschieden.

Wie auch in den vergangenen Jahren betraf der überwiegende Teil der Anerkennungsverfahren medizinische Gesundheitsberufe (Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Arzt/Ärztin, Physiotherapeut/in sowie Zahnarzt/Zahnärztin). Mit 72 Prozent kamen diese auf den ersten Platz, auf dem fünften Platz folgt mit Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement der erste nicht-medizinische Beruf, auf Platz sechs mit Elektroniker/in der erste MINT-Beruf. Mit 53 Prozent Frauen und 47 Prozent Männer ist das Geschlechterverhältnis der Antragsteller nahezu ausgeglichen.

Bei der Herkunft ist mit 43 Prozent eine deutliche Mehrheit von Abschlüssen, die innerhalb der Europäischen Union erworben wurden, zu verzeichnen. Die weiteren 57 Prozent verteilen sich fast gleichmäßig auf Abschlüsse aus dem übrigen europäischen Ausland (29 Prozent) und dem außereuropäischen Ausland (28 Prozent). Am häufigsten wurden im Jahr 2016 Anträge von Personen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Rumänien (8 Prozent), Polen (8 Prozent), Bosnien-Herzegowina (8 Prozent) und Syrien (7 Prozent) abgeschlossen haben.

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